Geschichte der Pfarrei

 

 

Erinnerung an Schambach
von Pfarrer Albert Mandl 1899 - 1924 - 1964

Im Schatten des steigenden Waldes
Steht einsam ein Kirchlein im Tal,
Von schweigenden Toten umgeben
Grüßt es die Wanderer all.

Daneben im Schulhaus im Grünen,
An´s Straßenband hingelehnt,
Umsummt von fleißigen Bienen...
Rundum der Acker sich dehnt.

Durch saftige Wiesen sich schlängelt
Die Schambach ... an Forellen reich.
Drinn´ spiegelt sich riesig das Pfarrhaus
Uraltem Klosterbau gleich.

Jenseits des quellfrischen Wassers
Schleicht träge ein Züglein vorbei ...
Kaum stört es die Stille des Tales,
Dieser herrlichen Einsiedelei.

Die Rosenburg grüßt dort im Winkel ...
Die Biberhäng schließen das Tal.
Der "Jura" ragt nackt in den Himmel ...
O du liebliches Schambacher Tal!

Der Garten, die Blumen .. die Scheune ..
Die Wiesen im saftigen Grün ...
Die weiten Tribünen der Bäume
...
Der Stall und die Winkel darin ...

Der riesige Speicher hausdroben,
Erdrückt fast vom steinernen Dach ...
Die wuchtige Stiege nach oben ...
Die dunkle ins Kellergemach ...

Die weiten hellichten Gänge ...
Die Brücke zur Kirche, zum Turm ...
Die Gred an Hausseitens Länge:
Ein Wanderweg für die Nocturn ...

Vom Hirten der Rinder und Kinder,
Vom Hirten der Sünder dabei
Erhielt das liebliche Schambach
Den Namen: "Dreihirtenpfarrei".

Die Menschen dieser Gemeinde
Sie wohnen bergan hinter´m Wald,
In Echendorf, Buch und Frauenberghausen
Z´ Hexenagger gen Süden im Tal.

Sie alle nur kamen nach Schambach
Zum Lernen als Kind in der Schul´,
Zum Beten meist nur am Sonntag
Im altschwachen Kirchengestuhl.

O heil´ge Muttergottes von Schambach!
Deinen güldenen Mantel ausbreit.
Über uns und unseren Pfarrer ...
Das Himmelreich ist ja so weit!

Der Sommer reift goldene Garben
Auf fruchtbaren Äckern rundum ...
Der Herbst zaubert die buntesten Farben
In´s Blattwerk der Wälder ringsum ...

Der Rehschrei im dämmernden Abend ...
Die Stille der sternklaren Nacht ...
Am Abhang die äsenden Schafe:
Im Mondlicht ein´ seltene Pracht!

Der tägliche Wecker am Morgen
Ist lieblicher Vogelchoral ...
Drein mischt sich, im Frühlicht verborgen
Des Zügleins vorlautes Signal ...

So war es ... ist alles vergangen
Die Erinnerung bleibt allzumal:
An die Kindheit und Jugendjahre
Und an das liebliche Schambachtal.